Kulturwochen Nahost
5.11. - 26.11.2006

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Zeichnung und Keramik
Mohammed Taha Hussein
- Professor an der Kunstakademie in Kairo ... gehört zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der ägyptischen Moderne. In seinem umfangreichen Werk spiegeln sich nicht nur wesentliche politische und soziale Entwicklungen Ägyptens wieder, es ist darüber hinaus geprägt von einem interkulturellen Dialog zwischen Kunstformen seines arabisch-islamischen Kulturraumes und Ideen und Techniken der westlichen Moderne. Mit seinem Facettenreichtum stellt sein Werk einen einzigartigen Begegnungsraum verschiedener Ethnien, Religionen und Kulturen dar, in dem sich auch konkrete Rück- und Wechselwirkungen zwischen Orient und Okzident offenbaren. Auf diese Weise liefert Taha Hussein einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Auswirkungen des Globalisierungsprozesses und der zunehmenden Bedeutung der Weltkunst." Taha Hussein spricht fließend Deutsch, da er in Deutschland studiert hat. Er ist an der Gründungsidee des Projektes beteiligt.

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Mit kräftigen, raumgreifenden Strichen setzt Taha Hussein Naturformen auf Papier um, der Kreidestift fliegt förmlich in großer Geste über das Blatt. Erstmals seit vielen Jahren wieder beschäftigt sich Taha Hussein, Doktor der Kunstgeschichte (Köln) und Professor für Design (Kairo), mit Naturimpressionen. Seine kräftigen Striche lassen deutlich die Professionalität des viel geehrten Designers erkennen. auf einer auf dem Boden mit Klebeband befestigten Papierrolle schreibt Hussein alternierend in arabischer und deutscher Sprache rapportartig Worte des Dialoges: ERZÄHLEN SPRECHEN SCHÖPFEN: Dieser Wortteppich soll wie eine Brücke bewußt vom Publikum ergangen werden; nicht um sie herum, sondern bewußt über sie hinweg soll der Schritt - lesend - gelenkt werden. In kleinen Tonklumpen, die durch seine Hände fliegen, hinterlassen seine Finger Spuren, die auf kleine Sockel gesetzt an Miniaturdenkmale erinnen

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Als Ehrengast war Taha Hussein für alle Teilnehmer des Symposiums im Frühjahr 2006 in Ammersbek eine zentrale Integrationsfigur, dem jeder mit Achtung und Respekt gegenübertrat. Er gab über die Generationen hinausgreifend Zusammenhalt, allein durch seine Präsenz, und war Vorbild in seiner jugendhaft spielerischen Vorgehensweise bei der Gestaltung von Kunstobjekten. An seine Offenheit und Lebhaftigkeit in Gesprächen, sowie an sein Durchhaltevermögen auch bei Diskussionen, die bis tief in die Nacht hinein reichten, werden sich die Teilnehmer des Symposiums noch lange erinnern.

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Sa 11.11. 19.30 Uhr
Ich bin eine Friedensbewegung - Lesung mit Musik
- Der Schriftsteller, Musiker, Islamwissenschaftler und Journalist Anis Hamadeh liest Prosa, Lyrik und Essays, z. B. Proben aus dem Roman »Omega 5«, sowie aus dem Lyrikband »Loving Jay«. Außerdem als musikalischer Beitrag von Anis Hamadeh: »Der Palästinenser- Song« (Gitarre und Gesang).



Do 16.11. 19.30 Uhr
Fremde Heimat Sprache
- Lesung mit den Autoren Björn Högsdal, Klavki und Robert Habeck.
- Björn Högsdal wird in seinen Texten zwischen Tausendundeiner Nacht und Al Dschasira nach Hinweisen suchen, wie nahe uns dieser Nahe Osten tatsächlich ist. Robert Habeck liest aus dem Roman »Schnelles Eis«, einem Generationenporträt von Menschen, die sich Aufbruch und Freiheit nicht mehr zutrauen.
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