Aktuell: 2.11.-30.11.08 Filipa César (Berlin, Lissabon)- Nermine El Ansari (Kairo)

Ausstellung "Kunst-Tausch" vom 17.10. bis 23.11.2007

Die Ausstellung „Kunst-Tausch“ zeigt u.a. Arbeitsergebnisse von einem gegenseitigen Bilder- oder Ideentausch zwischen Künstlern/ Innen aus S-H und Hamburg und den Kunsttalenten aus dem Schlei Klinikum in Schleswig.

Kunsttausch

Kerstin Mempel und Uta Kathleen Kalthoff übernehmen nach einem Besuch in der Kunstwerkstatt in Schleswig die Idee, gemeinsam Bilder zu gestalten. Beide reagieren auf die Arbeitsweise der anderen, zeichnen weiter, übermalen, es entsteht während des Arbeitsprozesses eine gemeinsame Bildaussage.

Die Künstlerin Claudia Behling lernte bei regelmäßigen Besuchen in der Kunstwerkstatt Ilona Meyer kennen. Angeregt durch deutlich hörbare Krähenrufe im Malsaal beginnen beide mit weißen Stiften Vögel auf schwarzes Tonpapier zu zeichnen, auszuschneiden und auf weißes Papier zu legen. Es entwickeln sich immer weitere Vogelformen. Später bestimmt Ilona, wie die Scherenschnitte auf dem Papier angeordnet von Claudia aufgeklebt werden sollen. Der Eindruck eines dichten Vogelschwarms entsteht.

Emiehl Pfäffel spricht kaum, aber schreibt den ganzen Tag. Er liebt es Länder und deren Hauptstädte auf Endlospapier zuschreiben, er überschreibt Bilder, schreibt Texte zu Bildern (Königsfamilien von Uwe Paulsen), oder schreibt Texte zu anderen Texten (siehe Peter Heyer).

Uwe Paulsen findet sein Ausgangsmaterial u.a. in der „Regenbogenpresse“, er kopiert nicht, sondern entwickelt eine ganz eigene Bildaussage.

Jens Peters, Künstler und Kunstpädagoge im Schlei Klinikum reagiert in seinen Bildern häufig auf die Arbeiten- und Arbeitsweise der Künstler in der Kunstwerkstatt, häufig entstehen Gemeinschaftsarbeiten.

Abram J. Wilhelm 1944 geboren in Amsterdam, Vater im Krieg vermisst, früher Tod der Mutter, Heirat, Geburt von drei eigenen Kindern, Freitod der Frau und eines Sohnes, Tätigkeit als Hilfsarbeiter in Gärtnereien, lebt ab 1982 immer wieder aus psychiatrischen Gründen in Klinken. 2001 entstehen autodidaktische Mal- und Zeichenarbeiten zu Themen: Kindheitsträume- und Ängste, Tod und Leben, Körperbilder, Körperschmerzen und Sexualität. Malen ist für ihn: Lebenskraft, Freude, Ausdruck der Gefühle, Stimmungen, Ängste und Fantasien.

Georg Bohnert hört nicht, kann nicht sprechen, er kommuniziert mit der Umwelt in Formen, Farben unter Verwendung von Photomaterial. Er lebt in seiner eigenen „Kunstwelt“.

Öffnungszeiten di - fr von 14 bis 18 Uhr, so 14-17 Uhr

(auf Wunsch auch gerne ausserhalb dieser festen Zeiten)